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Stadtstück Triemli

Bewohner/-innen Triemli

2014: Bestandsanalyse erkennt Handlungsbedarf im Triemli

Um sich einen Überblick über den Zustand sämtlicher Bauten der Genossenschaft zu verschaffen, hat der BGS-Vorstand 2014 eine Bestandsanalyse in Auftrag gegeben. Die Analyse zeigte, dass im Quartier Triemli Handlungsbedarf besteht – sowohl was den baulichen Zustand betrifft als auch das Wohnungsangebot.

Etwa zwei Drittel aller Genossenschafter/-innen wohnen im Triemli. Nicht wenige sind in diesem Teil der Stadt aufgewachsen und haben ihn mitgeprägt; viele sind im Quartier stark verwurzelt. Darum war es der BGS wichtig, die Bewohner/-innen bei der Weiterentwicklung ihres Lebensumfeldes miteinzubeziehen und den Erneuerungsprozess umsichtig und nachhaltig anzugehen.

1. Workshop Testplanung

2015: Start der Testplanung

Unter dem Titel „Stadtstück Triemli“ initiierte die BGS ein einjähriges Testplanungsverfahren. Ziel war, Ideen für die Erneuerung der Siedlungen und für eine gute Lebensqualität aller Bewohner/-innen zusammenzutragen. Nebst baulichen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten sollten auch soziale Fragen berücksichtigt werden. Etwa die sich wandelnden Bedürfnisse der städtischen Bevölkerung, neue Wohn- und Lebensformen oder vielseitige Freiräume. Ein wichtiges Stichwort war auch die Identität des Quartiers.

Um den Planungsprozess möglichst breit abzustützen, beauftragte die BGS drei Planerteams mit der Erarbeitung von drei möglichst unterschiedlichen Konzeptideen. Zudem bildete sie ein Begleitgremium aus Vertreter/-innen des Vorstandes, der Geschäftsstelle, der Stadt Zürich und Fachexperten aus verschiedenen Bereichen.

 

Auftaktveranstaltung 30. Oktober 2015

Mitwirkung der Genossenschafter/-innen

Den Miteinbezug der Genossenschafter/-innen stellte die BGS durch verschiedene MItwirkungsmöglichkeiten sicher. So lud sie interessierte Genossenschafter/-innen ein, in einer Echogruppe zur Testplanung mitzuwirken. Diese konstituierte sich im August 2015 und lieferte wertvolle Inputs für eine grosse Zukunftswerkstatt über das Triemli-Quartier, zu der alle Genossenschafter/-innen eingeladen waren.

Oktober 2105: Auftaktveranstaltung Testplanung

Zudem lud die BGS zu einer grossen genossenschaftliche Auftaktveranstaltung zur Testplanung. Diese fand Ende Oktober 2015 mit 120 Teilnehmenden statt. Gemeinsam trugen die Teilnehmenden aus der BGS und Vertreter/-innen aus dem Quartier Empfehlungen für die Planer zusammen. Die „Wunschliste“ an ihr künftiges Wohnumfeld umfasste folgende fünf Punkte: 1. Begegnungsräume, zentraler Platz 2. Mix an Wohnformen, Durchmischung, Vielfalt, 3. bezahlbarer Wohnraum, 4. Grünräume und -flächen erhalten, 5. partizipativer Prozess weiterführen.

Ergebniskonferenz 29. Oktober 2016

2016: 3 Planerteams erarbeiten ihre Konzeptideen

Ein gemeinsamer Augenschein und Rundgang des Begleitgremiums und der Planer durch das Quartier im Januar 2016 markierte den eigentlichen Beginn der Testplanung. Die vier Etappen waren bereits vorher definiert worden: die Reiheneinfamilienhäuser im Goldacker 2, die Mehrfamilienhäuser im Goldacker 1und 3 und im Wydäcker 1 bis 3 und die Villa.

Versehen mit den Empfehlungen der Genossenschafter/-innen und im regen Austausch mit dem Begleitgremium machten sich die drei Planerteams alsdann an die Arbeit. Bis im Herbst 2016 erarbeiteten die drei interdisziplinären Teams aus Architekten, Verkehrsplanern und Landschaftsarchitekten je eine Konzeptidee.

Oktober 2016: Ergebniskonferenz Testplanung

An der Ergebniskonferenz Ende Oktober 2016 präsentierten die Planerteams den Genossenschafter/-innen dann ihre Ideen. Wiederum war das Interesse gross. Über 120 Teilnehmende nahmen die Gelegenheit wahr, sich in die Modelle, Visualisierungen und Skizzen der Planer einzudenken und sich dazu zu äussern. Die Feedbacks der Genossenschafter/-innen flossen in den Schlussbericht ein, der das Ende der Testplanung per Ende 2016 markiert.

2017: Ausarbeitung der Entwicklungsstrategie

Die Arbeit an der Entwicklungsstrategie setzt sich fort. Bis zur Vernehmlassung des Vorstandes will die BGS die Genossenschafter/-innen mit partizipativen Workshops weiterhin auf dem Laufenden halten.
Mitte März 2017 hat die Genossenschaft sogenannte Fokusgruppen aus jeweils 10 bis 15 interessierten Genossenschafter/-innen ins Leben gerufen. Sie tauschen sich zu Themen aus, die das künftige Zusammenleben und Wohnen im Triemli-Quartier betreffen.

Die Fokusgruppen widmen sich folgenden Themen: Familien und Kinder / Jugendliche in der Siedlung und im Quartier /Leben und Wohnen im Alter /Wohnen und Arbeiten im Quartier / Ideenlabor. Was die Fokusgruppen bis Anfang Juli 2017 an fünf Treffen erarbeiten, fliesst in der Form von Empfehlungen in die Entwicklungsstrategie ein.

GV 2018: Verabschiedung der Entwicklungsstrategie

Die Entwicklungsstrategie führt die Erkenntnisse aus der Testplanung, die Inputs aus der Ergebnisveranstaltung und die Weiterverarbeitung durch die Fokusgruppen zusammen und bildet die Grundlage für ein Wettbewerbsverfahren. Die Entwicklungsstrategie soll bis zur GV 2018 zur Genehmigung der Genossenschafter/-innen vorliegen. Erste Bauprojekte werden frühestens ab 2020 umgesetzt.